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„Tag der offenen Tür“ ein voller Erfolg

Der Tag der offenen Tür bei OIKOS erfreute sich am Donnerstag den 16.11. großer Beliebtheit. Von 9:00-14:00 öffneten sowohl die Beratungsstelle in der Pischeldorferstraße als auch das Haus Irma in der Süduferstraße ihre Tore für interessierte Besucher.

Bereits um 9 Uhr morgens durften die MitarbeiterInnen der Beratungsstelle und des Cannabisambulatoriums von OIKOS zahlreiche Besucher in der Pischeldorferstraße begrüßen. Sowohl Interessierte als auch Freunde und Förderer des Vereins fanden ihren Weg um der Einrichtung einen Besuch abzustatten. Neben PolitkerInnen der Stadt Klagenfurt, darunter Nationalratsabgeordnete Sandra Wassermann, Vize-Bürgermeister Christian Scheider, der Stadt Klagenfurt, Stadträtin Ruth Feistritzer, Stadtrat Frank Frey und Stadtrat Wolfgang Germ und den aktiven Vorstandsmitgliedern, fanden auch MitarbeiterInnen von Behörden des Bundes und des Landes und weiterer sozialer Einrichtungen ihren Weg zur Geschäftsstelle des Vereins. MitarbeiterInnen von OIKOS standen nicht nur für Führungen in den Beratungsstellen- und Büro-Räumlichkeiten bereit, sondern konnten auch viele interessante Gespräche führen.

Im Kreativraum der Einrichtung konnten die Gäste die Arbeiten der Klienten betrachten und bekamen auch selbst die Möglichkeit Tonanhänger anzufertigen. Auch das nebenan gelegene Geschäft war ein weiterer Punkt der Führung. Einige Besucher nutzten die Gelegenheit die Produkte der Arbeits- und Kreativtherapie käuflich zu erwerben.

Einen Höhepunkt stellte die Vorführung der eigenproduzierten und prämierten Filme zur Endstigmatisierung von Suchtkrankheiten dar. Sämtliche Interessenten zeigten sich sichtlich berührt vom Inhalt der gezeigten Filme.

Daneben sorgte man sich natürlich auch für das leibliche Wohl der Gäste. Vormittags wurden Kaffee und Kuchen geboten, während Mittags ein Buffet des Biocaterings „Tischlein deck dich“ bereitgestellt wurde.

Während in der Pischeldorferstraße weiterhin fachliche Gespräche geführt wurden, konnte man auch die Räumlichkeiten des Therapiehauses Irma, benannt nach der Gründerin Irma Traninger, besuchen. Ein kostenloser Shuttlebus stand ab 10:00 zur Verfügung um Interessierte in die Therapiestation, zu bringen. Neben einer Führung durch die Räumlichkeiten der Entwöhnungsstation wurde den BesucherInnen die Möglichkeit geboten NADA kennenzulernen, welches von den BetreuerInnen selbst durchgeführt wurde. Dabei handelt es sich um ein Akupunkturverfahren, welches das Suchtverlangen der Klientinnen reduzieren und zu Stressreduktion und allgemeinem Wohlbefinden führen soll. Insgesamt werden zehn Nadeln in jeweils fünf Akupunkturpunkte beider Ohren eingesetzt. Nach ca. 30 Minuten setzt dann die stressreduzierende Wirkung ein. Die BesucherInnen konnten sich selbst von den positives Wirkungen dieser Therapieart überzeugen.

Im Namen aller Verantwortlichen und MitarbeiterInnen des Vereins OIKOS möchte man sich bei den zahlreichen BesucherInnen und Interessierten, die an diesem Tag den Weg zu OIKOS fanden, bedanken.

 

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Vortragsreihe (Sehn)Süchte - Vortrag 2: "Auswirkungen von Sucht"

 

Auch der zweite der insgesamt drei Vorträge aus der Reihe „Sehnsüchte“ erfreute sich am Mittwochabend im Europahaus Klagenfurt großem Interesse.

Am Donnerstag, 16.11.2017 um 19:00, fand im Europahaus in Klagenfurt der zweite von drei Vorträgen aus der Reihe „Sehnsüchte“ statt. Nachdem bereits im ersten Beitrag dem Publikum die Entstehung von Sucht und die gängigsten Drogenarten näher gebracht wurden, sollten im zweiten Teil die Auswirkungen und Bewältigungsstrategien von Sucht erläutert werden.

Zu diesen Themen referierten die beiden OIKOS- MitarbeiterInnen Mag.a Karin Huber und Carina Bittner, BA, MA, moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorstandsmitglied von OIKOS Mag.a Andrea Wulz. Nicht nur die Gründe und die Auswirkungen einer Suchterkrankung sollten thematisiert werden, sondern auch Informationen für Eltern und Erziehungsberechtigte, sowie das Thema Substitution standen auf der Tagesordnung an diesem Abend. Eine zusätzliche emotionale Note erhielt der Vortrag durch die Übermittlung persönlicher Stellungnahmen einiger KlientInnen zu den jeweiligen Leitgedanken.

Zu guter Letzt wurden die von OIKOS in Auftrag gegebenen Kurzfilme zum Thema Stigmatisierung und Sucht der Zuhörerschaft vorgeführt. Neben den bereits erwähnten Statements der KlientInnen, führten die Filme bestimmt zu einer aufwühlenden Stimmung in der Zuhörerschaft und gingen im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut. Ein Zusammenschnitt der Filme wurde bereits als Trailer zu Beginn der Veranstaltung präsentiert. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch noch, dass dieser Film zur Prämierung beim Gesundheitspreis der Stadt Klagenfurt eingereicht wurde.

In der anschließenden Diskussionsrunde interessierten vor allem die Themen Substitution und Beikonsum, aber auch die Verharmlosung und Legalität von Alkohol und der, im Gegensatz dazu, illegale Konsum von Drogen.

Ein wirklich informativer, interessanter aber auch emotional aufwühlender Abend erreichte sowohl Publikum als auch Vortragende.

Der dritte und somit letzte Teil der Vortragsreihe findet am 6.Dezember, ebenfalls um 19 Uhr im Europahaus Klagenfurt statt. Kristijan Rehsmann, Saferinternet- Trainer, thematisiert in der kommenden Veranstaltung den richtigen Umgang mit Internet, sowie die mit der Nutzung verbundenen Gefahren.

 

Vortragsreihe (Sehn)Süchte - Vortrag 1: "Wie Sucht entsteht"

Viele Personen in unserer Gesellschaft sind in irgendeiner Form vom Thema "Sucht" berührt. Die rege Teilnahme am ersten Vortrag unserer Vortragsreihe (Sehn)Süchte, welcher am 25.10.2017 im Europahaus von der OIKOS-Mitarbeiterin Elisabeth Reiterer, BSc MSc (Klinische- und Gesundheitspsychologin) gehalten wurde, zeigt, dass in der Bevölkerung sowohl Interesse als auch Informationsbedarf zum Thema Abhängigkeitserkrankungen besteht. "Sucht" ist weit mehr als ein gemeinhin vielfach als Schwäche definiertes Geschehen. Die Abhängigkeit von Substanzen ist eine behandlungswürdige Erkrankung und die Betroffenen sind als behandlungsbedürftig zu verstehen. Die Früherkennung von Substanzkonsum ist entscheidend, um einer sich entwickelnden Substanzabhängigkeit rechtzeitig entgegenwirken zu können. Basiswissen zu den einzelnen psychoaktiven Substanzen, deren Merkmale und Funktionalität, wurde im Zuge des Vortrages vermittelt. Die Abhängigkeitserkrankung entbehrt jeder Einseitigkeit und ist als ein komplexes Krankheitsbild mit heterogenen Entstehungsfaktoren zu betrachten. Aus der Praxis kann berichtet werden, dass insbesondere die stationäre Therapie ein entscheidender Wirkfaktor bei der Behandlung einer Abhängigkeitserkrankung ist und eine positive Zukunftsprognose zulässt.

Bleibt dazu aufzurufen nicht zu zögern und bei Anliegen professionelle Unterstützung, wie OIKOS sie bietet, anzunehmen. Die Kontaktaufnahme kann unkompliziert und anonym per Telefon, e-mail oder gerne persönlich in unserer Beratungsstelle erfolgen.