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Ein Abend, der alle Erwartungen übertraf

 

Am Mittwochabend gastierte, wie bereits angekündigt, der berühmte Psychiater und Universitätsprofessor Reinhard Haller an der Klagenfurter Alpen Adria Universität mit seinem Vortrag „Nie mehr süchtig sein – Leben in Balance“.

Nach der erfolgreich von OIKOS veranstalteten Vortragsreihe (Sehn)Süchte, die von Oktober bis Dezember im Europahaus Klagenfurt stattfand, setzte der Referent Univ.Prof.Dr. Haller neue Maßstäbe.

Im Hörsaal A der Alpen Adria Universität Klagenfurt fand am Mittwochabend, auf Einladung des Suchthilfevereins OIKOS, der Vortrag von Univ.Prof.Dr. Haller statt. Durch seine spektakulären Gutachten besonders populär geworden, konnte er am Mittwochabend auch mit dem Thema Sucht bis auf wenige vereinzelte Plätze den größten Hörsaal der Universität Klagenfurt, der über 600 Gästen Platz bietet, befüllen.

Nachdem bereits vor zehn Jahren sein Buch „Nie mehr süchtig sein – Leben in Balance“ erschien, stand auch der gestrige Vortrag unter eben diesem Titel. Er selbst fungierte jahrelang als Chefarzt der Einrichtungen der Stiftung Maria Ebene in Frastanz und Leiter des zugehörigen Krankenhauses Maria Ebene und entwickelte zahlreiche Therapiekonzepte als Drogenbeauftragter des Landes Vorarlberg. OIKOS freute sich mit Univ.Prof.Dr. Haller Suchtexperten zu Gast zu haben und gemeinsame Haltungen und Anschauungen im Bereich Suchttherapie und Prophylaxe einem großen Publikum präsentieren zu dürfen.

Vor allem die Bedeutung der stationären Therapie betonte der Psychiater. Gerade die Bindungen, die in solchen stationären Therapieeinrichtungen aufgebaut werden, fördern das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl der Suchterkrankten, was wesentlichen Anteil an einer Genesung ausmachen kann.

Auch das umstrittene Thema Prävention thematisiert der Vorarlberger, der ebenso eine Gastprofessur an der Universität Klagenfurt innehatte. Neben der fehlenden Möglichkeit den Erfolg der Prävention zu messen und der Problematik der spezifischen und richtigen Art der Drogenprävention, stellte er den Begriff der „Präventionitis“ zur Diskussion. Nachdem man im Allgemeinen große Hoffnungen in die Prävention legt, muss man eingestehen, dass auch diese ihre Grenzen hat.

Neben vielen weiteren Bereichen der Suchtbewältigung wurde auch das Thema Substitution angesprochen. Reinhard Haller sieht den zu weit reichenden Einsatz von Substitutionsmitteln sehr kritisch und befürwortet nach wie vor den „Königsweg der Abstinenz“

Prinzipiell möchte Universitätsprofessor Reinhard Haller festhalten, dass es kein Universalrezept gegen Sucht gibt, wie Sucht auch keine einzelne gesicherte Ursache hat. Beim Thema Alkohol schätzt Haller den kultivierten Einsatz und um mit den Worten von Paracelsus zu sprechen „Allein die Dosis macht das Gift“.

Doch nicht nur Drogen als gängige Suchtmittel standen auf der Agenda an diesem Abend, auch Verhaltenssüchte wurden angesprochen. Auch bei diesen Süchten, wie der Computer-, Arbeits-, Spiel-, Sex- oder Sportsucht, geht es immer um ein krankhaftes Bild, das zu einer Einschränkung im Lebensstil führt.

 

Mit viel Fachwissen, Professionalität und Charisma konnte Professor Haller trotz des ernsten Themas nicht nur die Mitglieder des Suchthilfevereins OIKOS, sondern auch die weiteren knapp 600 Zuhörer begeistern. 

Portr%C3%A4t

Vortrag Reinhard Haller

Im April 2018 ist der Vorarlberger Psychotherapeut und Suchtforscher Reinhard Haller auf Einladung des Verein OIKOS an der Universität Klagenfurt zu Gast.

Wie bereits im Newsletter angekündigt, wird im April dieses Jahres der bekannte Psychotherapeut und Psychiater Reinhard Haller im Auftrag von OIKOS einen Vortrag zum Thema „Nie mehr süchtig sein - ein Leben in Ballance“, halten.

Bereits vor 10 Jahren veröffentlichte der Suchtforscher ein Buch unter diesem Titel. Nicht nur klassische Drogenarten werden in diesem Werk thematisiert, sondern auch vermeintlich harmlosere Süchte, wie Kauf-, Spiel-, Online- oder Fernsehsucht. Am 4. April gastiert Prof Haller auch an der Universität Klagenfurt um zu diesem Thema zu referieren.

Der gebürtig aus Mellau, Vorarlberg stammende Psychiater studierte von 1971 bis 1976 Medizin und absolvierte von 1977 bis 1983 die Ausbildung zum Facharzt in Neurologie und Psychiatrie. Bereits 1983 wurde er zum Chefarzt in der Sonderanstalt Stiftung Maria Ebene in Frastanz und zum Leiter des zugehörigen Krankenhauses Maria Ebene ernannt. Hierbei handelt es sich um ein Behandlungszentrum für Suchtkranke. Ebenfalls seit 1983 ist Haller als Gerichtssachverständiger an zahlreichen Gerichtshöfen in Österreich aber auch im Ausland tätig.

Neben seiner Suchtforschung ist er vor allem durch eben diese Gerichtsgutachten bekannt geworden. Besonders Aufsehen erregend gestalteten sich die Gutachten über das Bombenhirn Franz Fuchs, den sexuellen Serienmörder Jack Unterweger oder den NS-Euthanasie-Arzt Heinrich Gross.

 

Seit 1990 ist Haller auch der Drogenbeauftragte der Vorarlberger Landesregierung. Er entwickelte mehrere Drogenkonzepte für das Land und wird daher auch in Bezug auf Fragen der Suchtprävention,  behandlung und -rehabilitation konsultiert, mit Schwerpunktbereich der illegalen Drogen. Der Neurologe und Psychotherapeut ist des Weiteren für den Aufbau und die Weiterentwicklung des umfassenden Suchtbetreuungsnetzes in Vorarlberg verantwortlich.

Von 1990 bis 2007 leitete Haller das Universitätsinstitut für Suchtforschung der Psychiatrischen Universitätsklinik Innsbruck. Dort lehrt er bis heute. Haller war ebenso Gastprofessor an der Universität Klagenfurt.

1990 gründete Haller mit der Werkstatt für Suchtprophylaxe ("Supro") die erste Suchtpräventionsstelle Österreichs. Neben der Drogensucht schuf er ebenso stationäre sowie ambulante Behandlungskonzepte für Spiel-, Internet-, Kauf- oder Nikotinsüchtige.

Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung, wie der genaue Ort und die Uhrzeit, folgen im Laufe der nächsten Wochen.

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3. Vortrag (Sehn)Süchte

Am Mittwochabend fand der vorerst letzte Vortrag der dreiteiligen Vortragsreihe „(Sehn)Süchte“ statt.

Nachdem in den vorangegangenen Vorträgen die Entstehung von Sucht, die gängigsten Drogenarten, sowie Tipps zur Suchtprävention erläutert wurden, beschäftigte sich dieser Vortrag mit den „Gefahren aus dem Internet“.

Dazu referierte der Safer-Internet-Trainer Kristijan Rehsmann vom Verein 4-everyoung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Mag.a Andrea Wulz von Oikos.

Rehsmann gab zuerst einen Überblick über die bekanntesten Sozialen Medien, erklärte deren Funktionen und häufigste Anwendungen und die entsprechende Zielgruppe.

Kinder und Jugendliche vor den digitalen Medien abzuschirmen ist weder möglich noch sinnvoll, denn sie helfen auch bei der Bewältigung vieler Aufgaben und bieten viele Chancen. Umso wichtiger ist es aber auch auf dessen Gefahren aufmerksam zu machen und Kinder und Jugendliche bei einem sorgsamen Umgang damit zu begleiten.

 

Sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene gilt, dass persönliche Daten über viele Jahre gespeichert werden und mittels Suchmaschinen stets abrufbar sind. Bilder und Videos, die in verschiedenen Kontexten entstanden sind können so über Dritte im Internet verbreitet und kaum mehr gelöscht werden. Persönliche Daten, Aufenthaltsorte und Bewegungsprofile werden gespeichert und für z.B. Werbung genutzt. Selbstdarstellungen (z.B. Sexting) im Netz und Aussagen über z.B. über politische oder sexuelle Ausrichtungen können zu Diskriminierung und Mobbing führen.

 

Übermäßiger Konsum von Internet und Computerspielen kann sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen zur Sucht führen. Insgesamt sind mehr männliche Internetnutzer von Sucht betroffen, aber auch bei weiblichen Nutzerinnen ist die Tendenz stark steigend.

Das „Darknet“ (engl. „Dunkel Netz“), kann man sich als virtuellen Hinterraum für Eingeweihte vorstellen, das nicht so leicht zu erreichen und anders gebaut ist als das offene. Das Ziel dieser eigenen Netzwerke ist die Beibehaltung der Anonymität der Nutzer. Über eine spezielle Software und sog. „Tor-Browser“ gelangt man zu Chaträumen und viele Online-Shops, die u.a. illegal Waffen und Drogen anbieten. Um anonym zu surfen und zu zahlen wird oft das Zahlungsmittel „Bitcoins“ verwendet.

Bei der Bekämpfung von Drogenkriminalität stellt das „Darknet“ die zuständigen Einrichtungen (z.B. Oikos) aber auch die Polizei vor immer neuen Herausforderungen, da die Bestellungen kaum mehr überprüfbar sind.

 

Im Anschluss an den Vortrag wurde der Kurzfilm Sehn(süchtig), der im Auftrag von Oikos produziert wurde, gezeigt. Dieser Film soll zu Entstigmatisierung von Sucht beitragen und wurde Ende November 2017 mit dem 1. Platz des 17. Klagenfurter Gesundheitspreises ausgezeichnet.

In der anschließenden Diskussionsrunde interessierten die ZuhörerInnen vor allem die Themen Privatsphäre und die Suchttendenzen der Jugendlichen im Zusammenhang mit Smartphones, Sozialen Netzwerken und Internet.

Aufgrund des großen Erfolges der Veranstaltungsreihe (Sehn)Süchte sollen weitere Vorträge im nächsten Jahr folgen.

 

Gesundheitspreis

Gesundheitspreis der Stadt Klagenfurt für OIKOS

 

Der 17. Klagenfurter Gesundheitspreis wurde am Donnerstag, den 30. November im Stadthaus Klagenfurt an den Suchthilfeverein OIKOS verliehen.

Das Thema des diesjährigen Gesundheitspreises lief unter dem Titel „Lebe sicher, bleib gesund“. Neben Kindergärten, Schulen, der Jugendbetreuungseinrichtung Youth Point, dem Jugendforum Mozarthof, der Bundes-Bildungsanstalt für Elementarpädagogik und der Österreichischen Wasserrettung, wurde auch der gemeinnützige Verein OIKOS prämiert. In der Kategorie „Sicheres Ich inklusive Suchtprävention“ belegte die Idee der Filmspots „(Sehn)süchtig“ den 1.Preis. Im Dialogjahr wird das Projekt also nicht nur zu Anfang finanziell unterstützt, sondern auch von der Abteilung Gesundheit des Magistrats Klagenfurt ein ganzes Jahr begleitet.

In Bezug auf innovative Präventivmaßnahmen gelang es dem Suchthilfeverein nicht nur die höchste Auszeichnung Klagenfurts im Bereich Gesundheit zu erlangen, sondern ebenso mit den gedrehten Kurzfilmen aufzurütteln und zu berühren. Die Spots, die im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen, wurden von vereinsinternen MitarbeiterInnen produziert und darüber hinaus auch mit KlientInnen der Einrichtung gedreht.

Der Vorstand, sowie alle MitarbeiterInnen und KlientInnen freuen sich über die fantastische Prämierung und bedanken sich für die Auszeichnung.

 

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„Tag der offenen Tür“ ein voller Erfolg

Der Tag der offenen Tür bei OIKOS erfreute sich am Donnerstag den 16.11. großer Beliebtheit. Von 9:00-14:00 öffneten sowohl die Beratungsstelle in der Pischeldorferstraße als auch das Haus Irma in der Süduferstraße ihre Tore für interessierte Besucher.

Bereits um 9 Uhr morgens durften die MitarbeiterInnen der Beratungsstelle und des Cannabisambulatoriums von OIKOS zahlreiche Besucher in der Pischeldorferstraße begrüßen. Sowohl Interessierte als auch Freunde und Förderer des Vereins fanden ihren Weg um der Einrichtung einen Besuch abzustatten. Neben PolitkerInnen der Stadt Klagenfurt, darunter Nationalratsabgeordnete Sandra Wassermann, Vize-Bürgermeister Christian Scheider, der Stadt Klagenfurt, Stadträtin Ruth Feistritzer, Stadtrat Frank Frey und Stadtrat Wolfgang Germ und den aktiven Vorstandsmitgliedern, fanden auch MitarbeiterInnen von Behörden des Bundes und des Landes und weiterer sozialer Einrichtungen ihren Weg zur Geschäftsstelle des Vereins. MitarbeiterInnen von OIKOS standen nicht nur für Führungen in den Beratungsstellen- und Büro-Räumlichkeiten bereit, sondern konnten auch viele interessante Gespräche führen.

Im Kreativraum der Einrichtung konnten die Gäste die Arbeiten der Klienten betrachten und bekamen auch selbst die Möglichkeit Tonanhänger anzufertigen. Auch das nebenan gelegene Geschäft war ein weiterer Punkt der Führung. Einige Besucher nutzten die Gelegenheit die Produkte der Arbeits- und Kreativtherapie käuflich zu erwerben.

Einen Höhepunkt stellte die Vorführung der eigenproduzierten und prämierten Filme zur Endstigmatisierung von Suchtkrankheiten dar. Sämtliche Interessenten zeigten sich sichtlich berührt vom Inhalt der gezeigten Filme.

Daneben sorgte man sich natürlich auch für das leibliche Wohl der Gäste. Vormittags wurden Kaffee und Kuchen geboten, während Mittags ein Buffet des Biocaterings „Tischlein deck dich“ bereitgestellt wurde.

Während in der Pischeldorferstraße weiterhin fachliche Gespräche geführt wurden, konnte man auch die Räumlichkeiten des Therapiehauses Irma, benannt nach der Gründerin Irma Traninger, besuchen. Ein kostenloser Shuttlebus stand ab 10:00 zur Verfügung um Interessierte in die Therapiestation, zu bringen. Neben einer Führung durch die Räumlichkeiten der Entwöhnungsstation wurde den BesucherInnen die Möglichkeit geboten NADA kennenzulernen, welches von den BetreuerInnen selbst durchgeführt wurde. Dabei handelt es sich um ein Akupunkturverfahren, welches das Suchtverlangen der Klientinnen reduzieren und zu Stressreduktion und allgemeinem Wohlbefinden führen soll. Insgesamt werden zehn Nadeln in jeweils fünf Akupunkturpunkte beider Ohren eingesetzt. Nach ca. 30 Minuten setzt dann die stressreduzierende Wirkung ein. Die BesucherInnen konnten sich selbst von den positives Wirkungen dieser Therapieart überzeugen.

Im Namen aller Verantwortlichen und MitarbeiterInnen des Vereins OIKOS möchte man sich bei den zahlreichen BesucherInnen und Interessierten, die an diesem Tag den Weg zu OIKOS fanden, bedanken.

 

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Vortragsreihe (Sehn)Süchte - Vortrag 2: "Auswirkungen von Sucht"

 

Auch der zweite der insgesamt drei Vorträge aus der Reihe „Sehnsüchte“ erfreute sich am Mittwochabend im Europahaus Klagenfurt großem Interesse.

Am Donnerstag, 16.11.2017 um 19:00, fand im Europahaus in Klagenfurt der zweite von drei Vorträgen aus der Reihe „Sehnsüchte“ statt. Nachdem bereits im ersten Beitrag dem Publikum die Entstehung von Sucht und die gängigsten Drogenarten näher gebracht wurden, sollten im zweiten Teil die Auswirkungen und Bewältigungsstrategien von Sucht erläutert werden.

Zu diesen Themen referierten die beiden OIKOS- MitarbeiterInnen Mag.a Karin Huber und Carina Bittner, BA, MA, moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorstandsmitglied von OIKOS Mag.a Andrea Wulz. Nicht nur die Gründe und die Auswirkungen einer Suchterkrankung sollten thematisiert werden, sondern auch Informationen für Eltern und Erziehungsberechtigte, sowie das Thema Substitution standen auf der Tagesordnung an diesem Abend. Eine zusätzliche emotionale Note erhielt der Vortrag durch die Übermittlung persönlicher Stellungnahmen einiger KlientInnen zu den jeweiligen Leitgedanken.

Zu guter Letzt wurden die von OIKOS in Auftrag gegebenen Kurzfilme zum Thema Stigmatisierung und Sucht der Zuhörerschaft vorgeführt. Neben den bereits erwähnten Statements der KlientInnen, führten die Filme bestimmt zu einer aufwühlenden Stimmung in der Zuhörerschaft und gingen im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut. Ein Zusammenschnitt der Filme wurde bereits als Trailer zu Beginn der Veranstaltung präsentiert. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch noch, dass dieser Film zur Prämierung beim Gesundheitspreis der Stadt Klagenfurt eingereicht wurde.

In der anschließenden Diskussionsrunde interessierten vor allem die Themen Substitution und Beikonsum, aber auch die Verharmlosung und Legalität von Alkohol und der, im Gegensatz dazu, illegale Konsum von Drogen.

Ein wirklich informativer, interessanter aber auch emotional aufwühlender Abend erreichte sowohl Publikum als auch Vortragende.

Der dritte und somit letzte Teil der Vortragsreihe findet am 6.Dezember, ebenfalls um 19 Uhr im Europahaus Klagenfurt statt. Kristijan Rehsmann, Saferinternet- Trainer, thematisiert in der kommenden Veranstaltung den richtigen Umgang mit Internet, sowie die mit der Nutzung verbundenen Gefahren.

 

Vortragsreihe (Sehn)Süchte - Vortrag 1: "Wie Sucht entsteht"

Viele Personen in unserer Gesellschaft sind in irgendeiner Form vom Thema "Sucht" berührt. Die rege Teilnahme am ersten Vortrag unserer Vortragsreihe (Sehn)Süchte, welcher am 25.10.2017 im Europahaus von der OIKOS-Mitarbeiterin Elisabeth Reiterer, BSc MSc (Klinische- und Gesundheitspsychologin) gehalten wurde, zeigt, dass in der Bevölkerung sowohl Interesse als auch Informationsbedarf zum Thema Abhängigkeitserkrankungen besteht. "Sucht" ist weit mehr als ein gemeinhin vielfach als Schwäche definiertes Geschehen. Die Abhängigkeit von Substanzen ist eine behandlungswürdige Erkrankung und die Betroffenen sind als behandlungsbedürftig zu verstehen. Die Früherkennung von Substanzkonsum ist entscheidend, um einer sich entwickelnden Substanzabhängigkeit rechtzeitig entgegenwirken zu können. Basiswissen zu den einzelnen psychoaktiven Substanzen, deren Merkmale und Funktionalität, wurde im Zuge des Vortrages vermittelt. Die Abhängigkeitserkrankung entbehrt jeder Einseitigkeit und ist als ein komplexes Krankheitsbild mit heterogenen Entstehungsfaktoren zu betrachten. Aus der Praxis kann berichtet werden, dass insbesondere die stationäre Therapie ein entscheidender Wirkfaktor bei der Behandlung einer Abhängigkeitserkrankung ist und eine positive Zukunftsprognose zulässt.

Bleibt dazu aufzurufen nicht zu zögern und bei Anliegen professionelle Unterstützung, wie OIKOS sie bietet, anzunehmen. Die Kontaktaufnahme kann unkompliziert und anonym per Telefon, e-mail oder gerne persönlich in unserer Beratungsstelle erfolgen.